zurück 2.5.1886, Sonntag ID: 188605025

Kalendereintragung Bruckners (bei März 1886):
»2. Mai 7 fl Fr. Kathi für Mai.« (*).

Die Linzer Tages-Post Nr. 100 meldet auf S. 5, daß am 20.4.1886 in der Musikalischen Rundschau ein Artikel über das Konzert des »Frohsinn« [15.4.1886] erschienen ist:
      » - Das Organ für Musiker und Musikfreunde "Musikalische Rundschau" enthält in seiner Nummer vom 20. April ein sehr schmeichelhaftes Referat über die am 16. d. [sic] stattgehabte Aufführung Bruckner'scher Werke durch die Liedertafel "Frohsinn" in Linz. [... über das »Te deum«, Lob für Floderer und die Mitwirkenden, Begeisterung und Rührung nicht zu schildern ... man bereitete Bruckner] eine wohl nur selten erhörte Ovation und der Obmann des Vereins bekränzte ihn im Namen des wackeren Sangeskörpers und wohl der gesammten Anwesenden mit Lorbeer.« (**).

Bruckner wird auch auf S. 1 kurz in einer Buchbesprechung erwähnt:
     "Kunst und Kunstgewerbe im Stifte St. Florian
          von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart.
   Von Albin Czerny, reguliertem Chorherrn und Bibliothekar.
                    (Schluß.)
     Im Jahre 1686 wurde der erste Stein gelegt, um an Stelle des alten Stiftes und Gotteshauses St. Florian vom Grund aus einen neuen Bau aufzuführen. [... Baugeschichte, Kunsthandwerker,Glockenguss, Künstler, Musikpflege, Chrismann-Orgel ...]
     [...] Den Zauberklängen dieser machtvollen Orgel verdankt auch, nach eigenem Geständniß, das größte musikalische Genie, welches Oberösterreich hervorgebracht hat, Anton Bruckner, die kräftigsten Impulse. - Der Anhang behandelt den Reliqienschatz [... Rüstkammer, Sammlungen ... Lob für den Wissensschatz und die Darstellungsweise Czernys, der noch lange wirken möge] zu Nutz und Frommen unserer heimatlichen Geschichtsforschung!       F. Scheichl." [siehe die Anmerkung] (***).

Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 100 veröffentlicht auf S. 683-686 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 686 unter "VII. Fertigkeiten":
"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] - Harmonielehre: Tonwechslung, Chromatik, Harmonisirung etc., Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe!] vom Lector Prof. Anton Bruckner. - [... Turnen, Fechtkunst ...]" (°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188605025, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188605025
letzte Änderung: Mai 01, 2026, 21:21