zurück 3.2.1892, Mittwoch ID: 189202035

Brief Bruckners an Ochs:
     Dankt für das Schreiben [vom 20.1.1892]. Ob Ochs sich, etwa von Gericke dirigiert, etwas [d-moll-Messe?] anhören wollte? Die Wiener würden über die Berliner Aufführung des »Te deum« gestaunt haben! Empfiehlt die 1. Symphonie, für die Hans Richter (wegen Hanslick im Geheimen) schwärme. Viele Dirigenten machten leere Versprechungen, auch wohl Weingartner. Ob nicht Ochs, wenn Bülow nicht mehr in Berlin dirigiere, Bruckners Symphonien übernehmen könne? Grüße von Oberleithner (*).
[letzte Seite:] "[...] Him[m]el; doch davon hat der arme Bruckner nichts!!! Auch H Weingartner scheint sich das zweite Jahr, (fürchte ich,) zu erproben, trotz seiner herrlichen Briefe! Hier sagt man, Baron Bülow dirigire künftig nicht mehr in Berlin; ach nehmen doch Sie Hochedler, u Genialer dann die Sinfonien in Ihren Bereich!!! Dann – Heil für mich! Der Gnädigen küsse ich die Hand, dem kleinen Prinzen ein herzl. Busserl, dem mir ins Herz gewachsenen Chor die allerherzlichsten Grüße und Ihnen alles zusammen !!! | Wien, 3. Februar 1892. ABrucknermp. | I. Heßgasse 7. | Viele Empfehlungen vom Oberleithner." (*a).

[? recte vermutlich 27.1.1892] Aufführung der Klavierfassung des Quintett-Adagios durch G. Schnabel in Wien [siehe die Anmerkung] (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189202035, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189202035
letzte Änderung: Aug 01, 2025, 22:22