Theodor Helm kritisiert in seinem Bericht über die Konzerte der Berliner Philharmoniker in der Deutschen Zeitung, daß kein Werk Bruckners aufgeführt wurde. Zuerst sei die 4. Symphonie geplant gewesen, später die 7. Symphonie (*).
Ähnliche Bedenken äußert Helm auch in seinem "Wiener Musikbrief" im Pester Lloyd Nr. 89, 1. S. der 1. Beilage:
"[... weil das letzte Konzert nach einem] Plane des Konzertunternehmera J. A. Gutmann lauter Wiener Komponisten und Dirigenten hätten [sic] vorführen sollen. Dazu war als Hauptnummer eine der kolossalen Bruckner'schen Symphonien (anfangs die 41., dann die 71. [sic]) unter Leitung Prof. Löwe's in Aussicht genommen. Da aber die Berliner Philharmoniker (im Gegensatz zur königlichen Kapelle) daheim überhaupt Bruckner nicht auf dem Repertoire haben und zum völligen Neueinstudiren nicht mehr die Zeit reichte, fiel Herrn Gutmann's Lieblingsidee ins Wasser. [...] Dr. Theodor Helm." (**).
Bruckner wird im Vaterland Nr. 104 auf S. 1f in Richard Kraliks Nachruf auf Johannes Brahms dreimal kurz erwähnt, nicht aber bei der Besprechung des Berliner Gastspiels (***).
Der Teplitz-Schönauer Anzeiger Nr. 30 kündigt auf S. 4 an, dass am 15.4.1897 in der Schönauer Pfarrkirche das "Ave Maria" [WAB 6] unter Emil Tausche aufgeführt wird. Als Organist wirkt Chordirektor W. Plaschka mit (°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189704145, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189704145letzte Änderung: Aug 26, 2026, 13:13