Brief von Friedrich Waldeck [an Karl Waldeck?]:
[Über die Caecilianer] "... In einem Punkte sind diese Leute große Künstler: sie haben es in kurzer Zeit so weit gebracht, daß man in der heutigen Kirchenmusik bei Nennung des Wortes "kirchlich" unwillkürlich an das Langweilige, Fade, Leere, Geistlose, Nichtssagende, Charakterlose, Talentlose, Flache, Seichte, Geschlechtslose, Matte, Schwache und Armselige denken muß, ganz nach Bruckners bezeichnendem Ausdrucke: Wenn einem nichts einfällt, so ist das kirchlich." (*).
Im "Dresdener Musikbrief" des Musikalischen Wochenblattes (Teil-Aufführung der 2. Sinfonie Gustav Mahlers unter Schuch) auf S. 379f wird Mahler als Schüler Bruckners bezeichnet (**).
Der Alpen-Bote Nr. 54 veröffentlicht auf S. 5 den 10. Ausweis der Spender für das Steyrer Bruckner-Denkmal (***).
Die Linzer Tages-Post Nr. 153 berichtet auf S. 4 von der Gedenktafelenthüllung am 4.7.1897 in Windhaag:
" (Bruckner-Feier.) Man schreibt uns aus Freistadt: Am 4. d. M. nachmittags fand sich im benachbarten Orte Windhaag, trotzdem das Wetter nicht das beste war, eine überaus stattliche Menschenanzahl zusammen, galt es doch, das Andenken eines unserer berühmtesten Landsleute, eines ehrlichen Deutschen, eines treuen Oesterreichers, eines Lieblings der musikalischen Welt, des rühmlichst bekannten Meisters der Tonkunst, Dr. Anton Bruckner, zu feiern. Der Männergesangverein Freistadt, durch dessen Bemühung unter der zielbewussten Leitung des Vorstandes Herrn L. Gruber und des Chormeisters Lehrers Franz Neuhofer die erhebende Feier zustande gekommen war, hatte sich in eilf Equipagen fast vollzählig eingefunden. [... Nach einer längeren Festrede, die der Vereinsvorstand Herr Gruber hielt, wurde die sehr schön ausgeführte, große Gedenktafel, zur Erinnerung an den Aufenthalt Bruckners als Lehrer in Windhaag, enthüllt und sang bei diesem feierlichen Acte der Männergesangverein den Beethoven'schen Chor „Die Ehre Gottes" unter der Leitung des allzeit überaus verdienstvollen Chormeisters Herrn Neuhofer. [...] Von Festgästen seien erwähnt Vertreter aus Penzing, Wiener-Neustadt, Linz; die deutsche Liedertafel Budweis sandte ein überaus herzliches Telegramm und auch aus Freistadt, Leopoldsschlag, Sandl, Zettwing, Neumarkt waren zahlreiche Damen und Herren anwesend." (°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189707085, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189707085letzte Änderung: Aug 29, 2026, 7:07