Das Deutsche Volksblatt Nr. 3170 berichtet auf S. 9, daß im März 1898 der Linzer Musikverein unter Göllerich die 7. Symphonie und die f-Moll-Messe [am 20.3.1898: 1. Symphonie und Credo der Messe] aufführen wird. "[... drei Konzerte ...] – Hieran wird sich noch eine Bruckner-Feier im März 1898, bei welcher die 7. Symphonie und die Messe in F zur Aufführung gelangen werden, anschließen. Fürwahr eine treffliche Wahl die nicht nur edelsten künstlerischen Geschmack, sondern auch echtes nationales Fühlen verräth! Mit Ausnahme der Tschaikowsky'schen Suite sind alle anderen der auserlesenen Werke deutschen Ursprungs. [...]" (*).
Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 298 bringt auf S. 9 eine Vorschau auf die Konzerte des Prill-Quartetts mit dem Quintett [am 19.2.1898] (**).
In einem Artikel der Reichswehr Nr. 1338 auf S. 2 (Abendblatt) über die Feier der Rektor-Inauguration an der Wiener Universität [Dr. Reinisch] wird Bruckner erwähnt (***).
Vom selben Ereignis ("28. October") berichtet auch die Neue Freie Presse Nr. 11920 auf S. 2 des Abendblatts:
" Im Festsaale der Universität fand heute die feierliche Inauguration des für das Studienjahr 1897/98 gewählten Rectors Professors Dr. Karl Toldt statt. [... Sektionschef von Hartel, der abtretende Rektor Leo Reinisch ... Frauenrechte (erste Medizin-Promotion) ...]. Hierauf gedachte Professor Reinisch der im verflossenen Jahre verstorbenen Professoren, des bei Fiume verunglückten Dr. Kopallik, des Hofrathes Dr. Eduard R. v. Hofmann und des Ehrendoctors Anton Bruckner, den er als "einen Glanzstern erster Größe der Universität und der gesammten Musikwelt" bezeichnet. Professor Reinisch behauptete sogar, daß der Andrang der begeisterten akademischen Jugend zur ersten Vorlesung Bruckner's (1875) [sic] nur mit dem Sturme bei der Antrittsvorlesung Schiller's in Jena zu vergleichen gewesen sei. [...]" (°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189710285, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189710285letzte Änderung: Aug 31, 2026, 8:08