zurück 1.11.1897, Montag ID: 189711015

"... Ein wertvolles und ehrendes Angebinde erhielt die Steyrer Liedertafel, indem ihr aus dem Nachlasse des verstorbenen Symphonikers Dr. A. Bruckner das Original-Manuscript "Libera" für Chor, Posaunen und Orgel [WAB 22?] als Andenken an den Meister gewidmet wurde." (*)
auf Veranlassung von Theodor Reisch und mit Einverständnis von Ferdinand Löwe und Franz Schalk (**).

Aufführung eines "Tantum ergo" [prov. WAB 48] unter Georg Schedl in der Pfarrkirche St. Thomas in Nußdorf (***).

Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 5 kündigt auf S. 14 die Aufführung des Quintetts durch das Prillquartett [am 19.2.1898] an (°).

In der Wiener Montagspost Nr. 179 erscheint auf S. 6 eine Rezension, in der bei einem dänischen Komponisten fremde Einflüsse festgestellt werden:
"     Neue Musikalien. [... Breitkopf & Härtel ...] – In demselben Verlage erschien eine „Nocturne" für Mezzosopran, Solo-, Flöte und Streichinstrumente von Asger Hamerik. Zu Anfang glaubt man eine Faust-Ouverture von Wagner, Liszt, Bruckner oder irgendeinem Vertreter der neuen Richtung zu hören. Der Componist ergeht sich in die denkbar möglichen und unmöglichsten Accorde und Modulationen (wenn man das so nennen darf.) Ein Chaos von Ouerständen übermäßiger Accorde sind wahrscheinlich dazu da, um dem Zuhörer den Kopf recht dick zu machen, [...]" [keine Signatur]" (°°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189711015, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189711015
letzte Änderung: Aug 31, 2026, 12:12