zurück 29.10.1898, Samstag ID: 189810295

Das Deutsche Volksblatt Nr. 3529 schreibt auf S. 9 über Ferdinand Löwe:
"     Hofoperntheater. Gestern erschien Herr Capellmeister Ferdinand Loewe zum erstenmale am Dirigentenpulte unserer Oper. Der neue Hofcapellmeister lenkte zum erstenmale anläßlich eines Bruckner-Concertes in der Musik- und Theaterausstellung [3. Symphonie am 9.7.1892] die allgemeine Aufmerksamkeit auf seine hervorragende Begabung als Orchesterdirigent und hatte dann mit einer glänzenden Aufführung von Liszt's Oratorium „Christus" vor etwa 3 Jahren Gelegenheit, die bei seinem ersten Debut in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Hinsicht zu rechtfertigen. Seine vorjährigen, im Musikvereinssaale veranstalteten Concerte mit dem Münchener Keim-Orchester [recte: Kaim, 5. Symphonie am 1.3.1898] trugen ihm endlich die Berufung an unsere Oper ein, in der wir ihn freudig will­ kommen heißen. [... dringende erneute Bitte, auf den Programmzetteln den Namen des Dirigenten zu nennen ...]    H. P. [Hans Puchstein] " (*).

Die Neue Freie Presse Nr. 12279 erinnert auf S. 8 ebenfalls an die Beziehung Löwes zu Bruckner:
"     [Hofoperntheater.] [...] Ein neuer Capellmeister saß am Pulte: Herr A. Löwe [sic]. Er hat als gebürtiger Wiener natürlich ziemlich lange gebraucht, ehe er sich neben unseren Aemter-Accumulatoren Geltung verschaffen konnte. Als Dirigent trat er bisher vor Allem bei der Vorführung der Symphonien seines Lehrers A. Bruckner hervor, durch eine Saison leitete er das Kaim-Orchestcr in München, und nun hat ihn Director Mahler für die Hofoper gewonnen. [...]." (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189810295, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189810295
letzte Änderung: Okt 26, 2026, 10:10