Brief von Brahms an Hanslick:
Über den schlechten Unterricht am Konservatorium: "[... über ein Quartett von Perger ...] Aber lasse Perger nicht leer ausgehen! (Er erzählte mir gestern Abends mit strahlendem Gesicht, daß er sich verlobt habe – das muß doch mit dem ganz auffallend hübschen Quartett ein wenig zusammenhängen!) – Dann habe ich, wie gewöhnlich, einen tiefgehenden Aerger gehabt über die Sachen, die aus unserem Conservatorium hervorkommen. Es ist doch schändlich und unverantwortlich, daß da alle Jahre die paar talentirten Leute so gründlich und unheilbar ruinirt werden! August Förster's Wirksamkeit wie seine Arbeiten sind höchst anerkennenswerth – aber wir müssen wol die Sorge für ihn den Pfaffen überlassen. Vielleicht kannst du veranlassen, daß wir ihn gegen Bruckner und K. . . . austauschen?" (*).
Postkarte Bruckners an Eckstein (in Wien geschrieben):
Bittet ihn, morgen vielleicht um 12 Uhr zu kommen (**).
Bericht des Linzer Volksblatt Nr. 280 auf S. 2 über die [gestrige] Leichenfeier und Bruckners Mitwirkung:
»[...] Erwähnung verdient noch, daß die Orgel von unserem berühmten Meister Anton Bruckner gespielt wurde, der in dieser Nacht von Wien herbeigeeilt war, um seinen Bischof, der ihn sehr hoch schätzte, noch zu sehen. [...] (***).
Auch die Steyrer Zeitung Nr. 97 bringt auf S. 5 eine Meldung hierzu:
»[...] das Traueramt, während dessen Mozart's großes Requiem zur Aufführung gelangte; der berühmte Meister Anton Bruckner spielte hiebei die Orgel. [...]«(°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188412045, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188412045letzte Änderung: Aug 28, 2026, 22:22