zurück 9.2.1889, Samstag ID: 188902095

Brief Franz Schalks an Josef Schalk:
    Er sei begierig, Wolfs neue Werke kennenzulernen, stelle aber als Anhänger der »gross-ernsten Richtung« den Wert Bruckners über den Wolfs (*).

Datierung im Trio der 3. Symphonie bei Takt 73-89 (**).

Im Feuilleton-Artikel im Deutschen Volksblatt Nr. 37 auf S. 1f wird Bruckner erwähnt:
    "Von den philharmonischen und Gesellschafts-Concerten. [... über das Brahms-Requiem am 16.12.1888 und die Heroisierung des Komponisten durch einen Wiener Kritiker ...] Nachdem bekannlich die Aufnahme Brahms'scher Werke in Wien gegen jene der Werke Bruckner's z. B. meist ziemlich lau zu nennen ist, so beschönigt derselbe Kritiker die mäßige Wirkung des „Requiem”, indem er schreibt, die Ergriffenheit gab sich mehr „in einer Art stiller Entrückung und Verklärung, als in lärmenden Demonstrationen” kund. [... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 2:] August Göllerich." (***).

Auf S. 4 des Abendblatts wird gemeldet: " - Arthur Nikisch, einer der begeistertsten Vorkämpfer Bruckner's und verdienstlichsten Dirigenten neuer deutscher Musik, verläßt am 1. Juli seine Stellung am Leipziger Stadttheater, um auf fünf Jahre die Direction der Symphonie=Concerte in Boston zu übernehmen." (°).

Die Welser Zeitung Nr. 6 schreibt auf S. 5 über die Ehrenmitgliedschaft beim Wiener Akademischen Gesangverein [22.1.1889]:
     "Auszeichnung. Der berühmte Orgelvirtuose und Componist Herr Anton Bruckner, ein Oberösterreicher, wurde von der im Jänner abgehaltenen Plenarversammlung des Wiener akadem. Gesangsvereines zum Ehrenmitgliede ernannt." (°°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188902095, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188902095
letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11