Nochmalige Ankündigung des heutigen Konzerts in der Grazer Tagespost Nr. 59 [fast identisch mit dem Inserat vom 25.2.1891]:
"Grazer Männer-Gesang-Verein. | (45. Vereinsjahr.) | Heute Sonntag den 1. März um halb 5 Uhr Nachmittags | im Stephanien-Saale: | II. Vereins-Concert | unter gefälliger Mitwirkung | des Fräuleins Irma v. Hüttinger, der Herren Julius Schuch und Dr. Johann Zechner | und unter Leitung des Chormeisters L. Wegschaider. | Vortrags-Ordnung:
[...]
4. [Lieder] Gesungen von Fräulein Irma von Hüttinger. Clavierbegleitung: Herr Julius Schuch.
[...]
8. Orgel-Vortrag des Herrn Dr. Johann Zechner
[...]
12. "Germanenzug", Chor mit Clavierbegleitung von Anton Bruckner.
[... Eintrittspreise ... Kartenverkauf ...]" (*).
Aufführung des »Germanenzugs« durch den Grazer Männergesangverein (unter Leitung von L. Wegschaider) in dessen II. Vereinskonzert im Stephaniensaal (**).
Artikel in der Musikalischen Rundschau Nr. 7, S. 68, über die Volkskonzerte und ihr Programm. Nur wenige Komponisten der Gegenwart (u. a. auch Bruckner) würden in den Philharmonischen Konzerten berücksichtigt:
"Die Volksconcerte und ihr Programm.
Vorschläge und Wünsche
[...] Werfen wir nun ein Streiflicht auf die Componisten der Gegenwart. Welche Stufen müssen sie erreicht haben, welchen Klang müssen ihre Namen besitzen, wenn dieselben jemals auf einem Concertprogramm sichtbar werden sollen. An den fünf Fingern einer Hand sind sie herzuzählen, die öfter einer Aufführung in den philharmonischen Concerten für würdig erachtet werden: Brahms, Bruckner, Dvorak, Fuchs, Goldmark. Die Aufführung eines neuen Werkes, selbst von diesen Künstlern, bildet bei unseren Philharmonikern geradezu ein Ereignis. [...]" (***).
Auf S. 71 wird das Konzert vom 4.3.1891 (mit dem Chor »Träumen und Wachen«) angekündigt:
"Aus den Concertsälen.
Wien.
[...] Das diesjährige Concert des Wiener Akademischen Gesangvereines findet den 4. März Abends halb 8 Uhr im großen Musikvereinssaale statt. [...] die zweite Abtheilung der Vereinsvorträge enthält folgende Chöre: Anton Bruckner: "Träumen und Wachen" (für die Grillparzerfeier der Universität componirt. [...]" (°).
Ein Hinweis hierauf erscheint auch in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 9 auf S. 6:
"Kleine Mittheilungen
[...]
Concert des Wiener akademischen Gesangvereines.
Das diesjährige Concert des Wiener akademischen Gesangvereines findet Mittwoch, den 4. März, Abends ½8 Uhr im großen Musikvereins=Saale statt. [...] Die zweite Abtheilung der Vereinsvorträge enthält folgende Chöre: Anton Bruckner: "Träumen und Wachen" (für die Grillparzerfeier der Universität componirt), Tenorsolo: Ehrenmitglied des Vereines Herr Fr. Schaumann; [... Brahms ... Liszt ...]" (°°)
und im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 49 auf S. 11 (= 1. Seite des 4. Bogens):
"Das diesjährige Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins findet Mittwoch den 4. März, Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale statt. [...] Die zweite Abtheilung enthält Chöre von Bruckner, Brahms, Liszt etc." (°°°).
"Das Vaterland" Nr. 59 weist auf S. 10 auf einen Aufsatz über die 3. Symphonie hin:
"Theater und Kunst.
Neue Wiener Musikzeitung Nr. 10. Inhalt: A. Bruckner's D-moll-Symphonie. Von Dr. R. Hirschfeld. (Schluß.) Classische Volksconcerte in Wien. [...]" [8.2.1891? der 1. Teil war am 1.2.1891 erschienen] (#).
[Vermutlich 1891]
Zweimalige Datierung "1.3." auf dem Bogen 21 des Finales der 9. Symphonie (##).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189103015, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189103015letzte Änderung: Okt 22, 2025, 11:11