zurück 15.4.1898, Freitag ID: 189804155

[recte 15.4.1899] Artikel »An die Verehrer Anton Bruckner's« im Deutschen Volksblatt (*).
 
Artikel "Das 1. Bruckner-Concert der Brucknerstiftung in Linz" [1. Symphonie, Credo der f-Moll-Messe, "Ave Maria" [WAB 6] am 20.3.1898] in der "Lyra" Nr. 14 (555) auf S. 5/183. Erwähnt werden: Göllerich, die Solisten Anna Ziegler, Marie Erhard, Ludwig Hablinger [recte Haslinger] und Josef Stüber und die Besetzungsstärke (Orchester 87, Chor 150 Mitwirkende) [keine Signatur] (**).
 
Auf Seite 10/188 folgt noch ein Bericht vom Konzert am 27.3.1898 (mit dem Chor "Um Mitternacht") (**a).
 
Die Linzer Tages-Post Nr. 85 berichtet auf S. 4 von der Aufführung der d-Moll-Messe unter Franz Bayer in Steyr [am 10.4.1898]:
"     (Die große Bruckner-D-Messe in Steyr.) Don dort wird uns unterm 13. d. M. geschrieben: Am Ostersonntag gelangte in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamte die große Bruckner'sche D-Messe zur Aufführung, wobei die große Stadtpsarrkirche von Einheimischen, sowie sehr vielen Fremden überfüllt war. Das Werk wirkte auf die Zuhörer erhebend. Schon aus den abgehaltenen Proben war zu schließen, dass dieses Meisterwerk gut gebracht werden würde; die Aufführung übertraf aber noch alle Erwartungen, denn die Solisten, Chor und Orchester leisteten Vorzügliches, wiewohl die Stadt Steyr keine Berufsmusiker hat, sondern mit Dilettanten rechnen muss. Nur eiserner Fleiß und Liebe zu unserem großen Meister Bruckner, richtiges Verständnis und die verständnisvolle Leitung seitens des Regenschori Herrn Franz Bayer machten es möglich, die Bruckner'sche D-Messe so gelungen wiederzugeben. Besonders hervorgehoben zu werden verdienen die Solisten Frl. Theresia Klaffenböck. Frl. Johanna Jonas [recte Jonasch?], Herr Friedrich Donaubauer und Herr Edmund Köstler. Herr Moriz Großauer brachte die Violinsoli herrlich zur Geltung. Uebrigens verdient der ganze Chor und Orchester volles Lob und Anerkennung. Herrn Franz Bayer ist zu diesem Erfolge nur zu gratulieren." [keine Signatur] (***).
 
Die Reichspost Nr. 85 bespricht auf S. 6 das geistliche Konzert mit dem "Vexilla regis" [am 3.4.1898], signiert "F. H.":
"     – Das geistliche Concert in Favoriten. Sonntag, den 3. d. M., 3 Uhr Nachmittags, fand in Rappel's „Rosensälen" das vom Bau Ausschusse der St. Antoniuskirche in Favoriten zur Gründung eines Ausschmückungs Fonds für diese Kirche veranstaltete und vom Männergesangverein „Favoriten" ausgeführte geistliche Concert unter der ausgezeichneten Leitung seines Chormeisters des Herrn V. Keldorfer und unter der freundlichen Mitwirkung seines Damen Chores und des Concertsängers Herrn Leopold Hell statt. Zur Aufführung gelangte zuerst der XXIII. Psalm von Fr. Schubert für Männerchor. Hierauf folgten zwei gemischte Chöre mit lateinischem Texte, und zwar der Hymnus «Vexilla regis prodeunt» von Bruckner, und der Tractus «Tenebrae factae sunt» von Michael Haydn. Daran reihten sich [... erwähnt werden u.a.: Beethoven, J. Obermayer, Franz Abt, Herr Fr. Pörtl, Kremser, BM. Karl Lueger, Vereinsobmann E. Pollak ... Spendenertrag ...]      F. H. " (°).
 
Dieser Text erscheint nahezu unverändert auch im "Vaterland" Nr. 103 auf S. 4: "     [Geistliches Concert in Favoriten.] In Joseph Rappel's Rosensälen [...] der Hymnus "Vescilla regis prodeunt" von Bruckner und [...]." [keine Signatur] (°°).
 
(Beim I. Internen Musik-Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wirken u. a. August Stradal und Frieda von Schrötter-Cristelli, die Tochter von Bruckners Arzt, als Geigerin mit (°°°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189804155, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189804155
letzte Änderung: Okt 19, 2026, 13:13