zurück 29.3.1902, Samstag ID: 190203295

Besprechung der Konzerte Ende März durch Theodor Helm im Pester Lloyd Nr. 77 auf S. 2f:
"[...]
     Was die sonstigen Konzertereignisse der letzten Zeit anbelangt, so fällt da zunächst vor Allem die besondere Bevorzugung der kühnen  Bruckner'schen Muse auf. Man kann da wirklich, wie man Ende Jänner von einer Richard-Strauß-Woche sprach, so jetzt Ende März von einer Anton-Bruckner-Woche sprechen.
     [... 7. Symphonie unter Hellmesberger am 16.3.1902, 6. Symphonie unter Ferdinand Löwe am 19.3.1902, unter Göllerich am 13.12.1901, Te deum und Das hohe Lied am 13. und 18.3.1902 unter Hans Wagner ... ausführlich über Bruckners Chor und seine Umarbeitung ...] Und so wurde denn das von der früheren Vereinsleitung für völlig unaufführbar gehaltene "Hohe Lied" Bruckners nun doch den Sängern und Musikern zugänglich gemacht, hiemit aber zugleich dem Repertoire besser geschulter und über die nöthigen Orchesterkräfte verfügender Männergesangvereine eine neue werthvolle, ebenso poetisch klingende (namentlich: ausklingende!) als dankbare Nummer gewonnen.
     Im Konzert des »Akademischen« mußte das "Hohe Lied" auf stürmisches Verlangen wiederholt werden, [...]      Dr. Theodor Helm."


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 190203295, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-190203295
letzte Änderung: Jun 14, 2026, 11:11