zurück 15.1.1897, Freitag ID: 189701155

[?] Aufführung der 4. Symphonie unter Reznicek in Mannheim (*).

Artikel von B. Lvovsky "Anton Bruckners Messe in d-Moll. Zur Erstaufführung in Wien am 17.1.1897" in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung 9, Nr. 10, S. 4 (**).
Auf S. 7 ("Musik- u. Theaterbriefe") wird die Aufführung der 4. Symphonie in Prag besprochen (**a).

Sehr günstige Kritik zur Aufführung der 4. Symphonie [am 13.1.1897] in den Münchner Neuesten Nachrichten (***).

Die Aufführung der d-Moll-Messe am 17.1.1897 wird im Deutschen Volksblatt Nr. 2887 auf S. 11 angekündigt:
"[...] Nach den Proben zu schließen, dürfte auch die Ausführung dieses höchst schwierigen Tonwerkes vortrefflich gelingen und steht somit ein hoher Genuß bevor, welchen sich alle Freunde kirchlicher Kunst, insbesondere die Verehrer des verblichenen Meisters, nicht entgehen lassen sollten." (°).

Das Vaterland Nr. 15 kündigt auf S. 7 die Aufführung des Quintetts am 10.1.1897 [sic! recte: 17.1.1897] an:
"     — Das vierzehnte Concert des „Ersten Wiener Volksquartett" für classische Musik (Quartett Duesberg) findet am Sonntag, 10. d. M., Nachmittags von 5 bis halb 7 Uhr im Festsaale des Architektenvereines, Eschenbachgasse Nr. 9, unter gefälliger Mitwirkung der Concertsängerin Fräulein Bertha Wiedermann und der Pianistin Frau Natalie Duesberg mit folgendem Programme statt: Anton Bruckner, Streichquintett in F-dur (Wiederholung auf vielseitiges Verlangen); v. Fielitz, Guido Peters, Löwe: Lieder; Saint-Saëns, Clavierquartett in B-dur." (°°).

Die Zeitschrift "Der Kirchenchor" 27, Nr. 1, berichtet vom Plan, in Steyr ein Denkmal in Form eines Votivfensters zu errichten. Spenden nehme Franz Bayer entgegen.
"Bruckner Denkmal. In der Stadt Steyr-Ob.=Oesterreich, wo sich Dr. Ant. Bruckner viel aufhielt und die Orgel spielte, hat sich ein Comite gebildet, behufs Schaffung eines Denkmals für den verstorbenen Meister in Form eines Votivfensters nahe beim Chore in der dortigen Kirche (60000 fl.) oder in anderer Form. Beiträge nimmt entgegen Chorregent Fr. Bayer in Steyr –  Bruckner war auch Kirchencomponist." (°°°).

Kurzer, unsignierter Bericht vom Konzert am 5.1.1897 in Köln mit der 4. Symphonie – "die, zum ersten Male auf dem Programm erscheinend, eine eigentlich durchschlagende Wirkung beim Publicum nicht zu erziehen vermochte [...]"  – in den Signalen für die musikalische Welt Nr. 15 auf S. 72 (#).

Die "Lyra" Nr. 8 stellt auf S. 5f ein neues Projekt vor:
"     Ein Bruckner-Museum. Im Landesmuseum in Linz wird ein Brucknerzimmer geschaffen, in welchem die Hinterlassenschaft des großen Tonmeisters (Clavier, Handschriften, Partituren, Porträts u. s. w.) untergebracht werden. So erhält auch Linz, die Hauptstadt Oberösterreichs. die Grundlage eines Bruckner-Museums. Nur in Wien will e» mit den Künstler-Museen nicht glücken!"
Auf S. 6 ein Hinweis, dass Fromme's Kalender für die musikalische Welt 1897 u.a. ein Bruckner-Bild bringt (##).

Ebenfalls auf Seite 6 ein Bericht vom Konzert in Prag am 6.12.1896:
"     Prag. Das von der „Liedertafel der deutschen Studenten in Prag" zu Gunsten des Kaiser Kranz [sic] Josef-Kinderspitales am 6. v. M. im Rudolphinum veranstaltete Concert war widerum einmal ein musikalisches Ereigniß. [...] Bruckner's „Germanenzug" wurde bereits früher gewürdigt. Das Graduale aus der „Ungarischen Krönungsmesse" [...] Das Concert hatte einen Reinertrag von nahezu 1000 Gulden erzielt." (###).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189701155, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189701155
letzte Änderung: Aug 16, 2026, 22:22