Artikel von G. E. Arnold »The Bruckner Festival at Vienna« in der »Musical Times«, S. 1136 (*).
Artikel von Gabriel Engel »Prometheus Unbound: 1. The Liberation of Anton Bruckner 2. Bruckner's Orchestral Language« [auf dem Erlebnis der 4. Symphonie am 1.3.1936 basierend] in »Chord & Discord« 1, Nr. 8, S. 2 (**).
Auf S. 23f ein Artikel "The Case for Bruckner and Mahler" (**a).
Artikel von Egon Wellesz »The Original Versions of Bruckner's Symphonies« in The Monthly Musical Record 66, S. 219f [italienische Fassung siehe »Januar 1936«] (***).
In Heft 9/10 des "Anbruch" erscheint ein Artikel von Dr. A. Spitzmüller-Harmersbach "Bruckner - ein Problem für Frankreich" (°).
[Datierung geschätzt, jedenfalls nach dem 31.10.1936, vermutlich aber nach dem 22.11.1936]
Die Bruckner-Blätter bringen in Heft 3/4
auf S. 1-5 einen Artikel von Max Auer "Ein aufschlußreiches Dokument zur Frage der Fassungen bei Anton Bruckner", der anhand des Briefes der Firma Oscar Brandtstetter an Theodor Rättig vom 10.9.1890, den Helene Rättig zur Verfügung gestellt hatte, den Einfluss der Schüler etc. auf künstlerische Entscheidungen Bruckners zur Diskussion stellt und die Bedeutung der Gesamtausgabe für "absolute Echtheit und Wahrhaftigkeit" herausstreicht.
Auf S. 5f eine Rückschau auf das Brucknerfest in Zürich (20.-28.6.1936),
auf S. 7-9 ein Bericht von Dr. Hans Jancik (u.a.) über das Brucknerfest in Wien (7.15.10.1936),
auf S. 10f über das Oberösterreichische Brucknerfest (18.-22.7.1936),
auf S. 11f ein Bericht über die Brucknerfeier in Prag (11., 21., 27.10.1936), signiert "a. st.",
auf S. 13 über das Leipziger Brucknerfest (signiert "W. K. G.") und
auf S. 14 über die "Sudetendeutsche Bruckner-Festtage in Aussig und Leitmeritz".
Auf S. 15 und 16 finden sich kleinere Mitteilungen: Tagung der IBG in Zürich (22./23.6.1936), Ehrung für Max Auer (Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft), Gedenktage (Millenkovich und Martin Spörr 70. Geburtstag, Ernst Kurth, Fritz Grüninger und Robert Haas 50. Geburtstag, Gedenkfeier zu Bruckners 40. Todestag, Tod Richard Wickenhausers, Bruckner-Dirigate Hauseggers und Münchner Aktivitäten (Vortrag Moißls über Simon Sechter, Aufführung der Fugen-Scherzi [vgl. 13.10.1936]), Planung des Amsterdamer Brucknerfestes (September/Oktober 1937) und des Berliner Festes (1937), Weisbachs Leipziger Bruckner-Zyklus, Konzerte in Stuttgart (3.10.1936 etc.), Regensburg/Walhalla (auf Frühjahr 1937 vorgesehen), Planungen Schurichts für Wiesbaden und schließlich Aufführungsmeldungen aus Rom (Ave Maria), London, Manchester und Shanghai (°°).
Bruckner-Meldungen der Zeitschrift für Musik:
Im Bericht von Erich Valentin "Die Franz-Liszt-Gedenkwoche in Bayreuth" auf Seite 1470ff wird Bruckner als "Verwalter" von Beethovens Werk bezeichnet (a).
Auf Seite 1494ff ein Artikel "Wiener Musik" von Viktor Junk, in dem ein [geplantes oder durchgeführtes?] Gemeinschaftskonzert der Wiener Chöre (Singverein, Singakademie, Schubertbund und Wiener Männergesangverein) mit Bruckners Chor "Nachruf" [WAB 81] erwähnt ist (b).
Robert Keldorfer berichtet auf Seite 1512 im "Streiflicht zum Bruckner-Streit": Im Dezember 1935 habe ihm Dr. Josef Neubauer berichtet, daß Bruckner sich nach einer Probe beim Wiener Akademischen Gesangverein abfällig über Josef Schalk und Ferdinand Löwe (in ihrer Eigenschaft als Bearbeiter und Interpreten seiner Symphonien) geäußert habe (c).
Ein mit "St. U." signierter Überblick informiert auf Seite 1521f über die "Bruckner-Feiern in Prag":
Gedenkstunde als geistliche Abendmusik, Festrede von Max von Millenkovich-Morold, umrahmt von Fanfaren und Chören, Symphoniekonzert mit Huldigungsgedicht von Hans Watzlik.
Aufgeführt wurden ein Satz des Quintetts, "Um Mitternacht" (WAB 90), "Germanenzug", die 4. Symphonie, die g-Moll-Ouvertüre und das "Te deum".
Unter den Mitwirkenden sind erwähnt Josef Langer (Orgel), das Kammermusikensemble der Deutschen Musikakademie und als Dirigenten Dr. Hiebsch (Te deum), Prof. Krauß und R. Nowak (d).
Das Konzert vom 21.10.1936 mit einem Orgelwerk Bruckners (prov. WAB 88) und Joseph Meßners Bruckner-Variationen in Erfurt ist auf Seite 1527 verzeichnet (e).
Auf derselben Seite wird das Konzert vom 10.10.1936 mit Motetten (prov. WAB 67) in Hermannstadt erwähnt (f).
Über die Aufführung der f-Moll-Messe durch den Bruno-Kittelschen Chor unter Bruno Kittel im ersten Konzert des verschobenen Berliner Bruckner-Festes (Solisten: Helene Fahrni, Gertrude Pitzinger, Heinz Marten und Fred Drissen) informiert ein mit "A. Ch. W." signierter Bericht auf Seite 1528 (g).
Auf derselben Seite meldet Ernst Brandt für Braunschweig die Aufführung der 7. Symphonie durch die Landestheaterkapelle unter Ewald Lindemann. Solist in Schumanns Klavierkonzert war Wilhelm Kempff (h).
Auf Seite 1531f berichtet Eugen Schmitz von Bruckner-Konzerten in Dresden: 9. Symphonie mit der Dresdner Philharmonie unter Paul van Kempen und 150. Psalm mit dem Lehrergesangsverein, 4. Symphonie mit der Staatskapelle Dresden unter Karl Böhm, Liszt-Bruckner-Feier unter Karl M. Pembaur mit dem "Te deum" in der Dreikönigskirche (i).
Laut Heinz Fuhrmanns Konzertbericht aus Hamburg auf Seite 1534f führte Eugen Jochum die 7. Symphonie in einem Philharmonischen Konzert auf (j).
Ein Inserat auf Seite 1549 informiert über die kleinen Partitur-Ausgaben des Eulenburg-Verlages (k).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 193612005, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-193612005letzte Änderung: Feb 11, 2026, 8:08