WAB Ecce sacerdos magnus | WAB 013

Informationen WAB Nummer: 013
http://www.bruckner-online.at/wab-013
Für Informationen zu Änderungen in der WAB-Systematik siehe Konkordanz zwischen alten und neuen WAB-Nummern auf Bruckner-Online

Anmerkungen zum Werk:

Ecce sacerdos WAB 13

Hinweis: Die folgenden Informationen stammen aus dem Registerband der 1996 gedruckten ABC.
Aktualisierte Informationen unter http://www.bruckner-online.at/wab-013 und http://www.bruckner-online.at/ABLO_d1e8868
Werk: Antiphon für achtstimmigen gemischten Chor, 3 Posaunen und Orgel, a-Moll.
Widmung: Zum 100jährigen Linzer Diözesanjubiläum geschrieben.
Druckausgaben:
-  Erstdruck 1911 Universal-Edition Partitur U.E. 3298 (49/17), Chorstimmen U.E. 3299 a/d, Posaunenstimmen U.E. 3298 a/c (405/129). Faksimile http://www.bruckner-online.at/miradorDrucke.php?WAB=WAB013.
-  Partitur [Umschlagtitel (auf der Rückseite ein Verlagsverzeichnis der Universal-Edition "22 V.1922")] "UNIVERSAL-EDITION / No 3298 / BRUCKNER / "ECCE SACERDOS MAGNUS" / ("SEHET DEN HOHENPRIESTER") / FÜR GEMISCHTEN CHOR, 3 POSAUNEN U. ORGEL / PARTITUR / V. KELDORFER". [Seite 1 (nicht paginiert), Innentitel:] CHORWERKE / VON / ANTON BRUCKNER / HERAUSGEGEBEN VON / VICTOR KELDORFER / ECCE SACERDOS MAGNUS / ("SEHET DEN HOHENPRIESTER!"), FÜR GEMISCHTEN CHOR, DREI POSAUNEN UND ORGEL / PARTITUR / AUFFÜHRUNGSREGHT [sic!] VORBEHALTEN / DROITS D'EXÉCUTION RÉSERVÉS / "UNIVERSAL-EDITION" / AKTIENGESELLSCHAFT / WIEN - LEIPZIG / COPYRIGHT 1910 BY UNIVERSAL-EDITION". [Seite 2 (nicht paginiert):] Liste "CHORWERKE aus dem Nachlasse ANTON BRUCKNERS." [Seite 3 (nicht paginiert):] [allgemeines] Vorwort von Victor Keldorfer. [Seite 4 (nicht paginiert):] Werkbezügliches Vorwort des Herausgebers. [Seite 5 - 12 (paginiert):] Notentext (lateinischer und deutscher Text unterlegt, Nachdichtung von V. O. Ludwig), Platten-Nummer "U. E. 3298.", auf S. 5 unten "Copyright 1911 by Universal-Edition.", am Ende (S. 12 unten) "Weag." (800/..).
Abbildung des Titelblattes der gedruckten Partitur bei 49/182.

Archiv:
a)  A-Wwmg WAB013: Autographe Partitur, aus Bruckners Nachlaß (26.11.1896) von Dr. Reisch übergeben) im Archiv des Wiener Männergesangvereins (Depot im Archiv des Musikvereins Wien), A-Wwmg WAB013.
     a1) A-WnPhA2217: Negativ-Abzug der Quelle wmg WAB013 in der ÖNB, PhA 2217.
b)  verschollen: Einzelblatt aus einer Kopisten-Abschrift (Kopist ES4, das letzte Blatt mit den Takten 84 und 89 und Bruckners Datierung "1885" und Unterschrift) aus dem Besitz von Carl Führich (bis ca. 1956), Verkauf durch L'Art ancien, in Wiener Privatbesitz (Dr. Walter Glass) (441/8, 679/332).
c)  A-LId469_6_29: Stimmenabschriften (+ Orgelstimme, Partitur, 41 Blätter) von Johann Baptist Burgstaller, Johann Pruscha, Anonymus 088 und Anonymus 092 im Domchorarchiv Linz (A-LId469_6_29). Burgstallers Datierung lautet "August 1905", es gibt aber keinerlei Hinweise auf Aufführungsdatierungen. Laut 1346/8f ist die Existenz dieses für 1885 entstandenen Stimmensatzes ein Beleg dafür, dass das Werk am 4. Oktober 1885 in Linz uraufgeführt wurde und nicht erst am 24.11.1912 in Vöcklabruck.
     Hinweise zu Burgstallers Abschrift bei Burgstaller, Johann Baptist (https://bruckner-kopisten.acdh.oeaw.ac.at/burgstaller-johann-baptist.html)
     Faksimile http://www.bruckner-online.at/mirador.php?Signatur=A-LId469_6_29.
d)  A-WnMus.Hs.19708: Partiturabschrift (4 Bögen = 8 Blätter) des Kopisten J. H. mit Eintragungen Göllerichs in der ÖNB, Mus.Hs. 19708 (69/129, 368/63,Anm.1).
     Faksimile http://www.bruckner-online.at/mirador.php?Signatur=A-WnMus.Hs.19708.
e)  A-WstMc5010: Erstdruck in der Musiksammlung der Wienbibliothek im Rathaus, Mc5010.
     Faksimile http://www.bruckner-online.at/miradorDrucke.php?WAB=WAB013.

Hinweis 1: Ein "Ecce sacerdos" von J. B. Weiß befand sich in Bruckners Nachlass.

Hinweis 2: Die Uraufführung wurde zwar für den 4.10.1885 angekündigt, doch wird das "Ecce sacerdos" in keiner der Besprechungen und Danksagungen als aufgeführt erwähnt, dagegen ein gleichnamiges Werk Ignaz Traumihlers. Als Argument für eine Uraufführung doch bereits 1885 wird angeführt, dass die Abschrift Burgstallers (A-LId469_6_29) entsprechende Hinweise enthalte. Zwar zeigt das Titelblatt einen nachträglich angebrachten Vermerk "1885", doch ist diese Partiturabschrift mit "August 1905" datiert. Als sicher ist anzunehmen, dass zumindest ein Teil der Stimmenabschriften schon vorher (also durchaus 1885) entstand, denn für die in den Presse-Ankündigungen erwähnten Proben muss es Stimmenmaterial gegeben haben. Zudem war einer der Kopisten, Johann Pruscha, vor 1905 (Burgstallers Partiturabschrift) im 78. Lebensjahr verstorben, nach 49jähriger Zugehörigkeit zum Linzer Theaterorchester am 17.11.1903  (Linzer Volksblatt 19.11.1903, S. 4, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&datum=19031119&seite=4). Bei Göllerich/Auer (37/315 und 362) finden sich keine Hinweise auf eine Aufführung 1885.

Hier erwähnte Literatur:
37  Göllerich, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffens-Bild IV/2, Lit.0037
49  Grasberger, Werkverzeichnis Anton Bruckner (WAB). Lit.0049
69  Nowak, Anton Bruckner. Kleine Kirchenmusikwerke. Revisionsbericht., Lit.0069
405  Nowak, Anton Bruckner und seine Verleger, Lit.0405
679  Harrandt, Unbekannte Bruckner-Autographe entdeckt, Lit.0679
800  Scheder, eigene Ergebnisse des Verfassers, Lit.0800
932b  Bruckner-Jahrbuch 1981. Lit.0932b
932e  Bruckner-Jahrbuch 1987/88. Lit.0932e
932f  Bruckner-Jahrbuch 1989/90. Lit.0932f
1015  Fonoforum, Lit.1015 

Felix Diergarten: Herausforderungen an Editions- und Aufführungspraxis in Bruckners kleinen geistlichen Studien. Drei Fallstudien. In: Bruckner-Symposion Freiburg 26.-28.2.2023. Bericht Graz 2024, S. 153-158, hier S. 156. (Zum Unterschied der choraliter gesungenen Takte in Bruckners Original und der Ausgabe Berberich, die den meisten Einspielungen zugrundeliegt (Ausnahme: Die Krönung von King Charles III.am 6.3.2023)).

Erwähnungen:
1885    SignaturAbschrift
20.4.1885    Dat.Ende
28.4.1885    Dat.Ende
3.5.1885    Inthronis.BischofMüller
18.5.1885    ABaJB
vor 30.6.1885    Ankünd.Linz
Sept. 1885    Kalendernotiz/Rättig
20.9.1885    Ankünd.Bru.Linz
27.9.1885     Ankünd.Traumihler
29.9.1885    Ankünd.Linz
4.10.1885    AuffPlanLinz
8.10.1885    Art.Burgstaller/Plan
9.10.1885    Art.BurgstallerDank
29.4.1889    RPa?JBB/BD/Waldeck
nach 18.10.1896   ReischNachlaßWMGV
1897    JahresberichtWMGV/DankReisch
August 1905    AbschriftBurgstallers
13.9.1905    BurgstallerListeAutogr.
1911    AuffParis
24.11.1912    AuffVöcklabruck
27.11.1912    Ber.AuffVöcklabruck
1.6.1913    AuffKlosterneuburg
1916    ErstdruckU.E.
21.11.1916    JVWaFXM
Nov./Dez. 1916    U.E.MusicaDivina
26.6.-6.7.1921    AuffBru.tageBochum
2.10.1921    AuffWien
12.11.1921    Ankünd.13.11.
13.11.1921    AuffSt.StephanWien
Mai 1922    VerlagsverzeichnisU.E.
9.12.1923    AuffBern/CH
1924    AuffPembaurDresden
9.2.1924    Ankünd.10.2.
10.2.1924    AuffSt.StephanWien
20.4.1924    AuffSt.StephanWien
1925    AuffBreslau
4.1.1925    Art"BriefBru.a.Göll."
Sept. 1926    Bespr.NeuausgabeU.E.
1927    AuffTriberg
1.10.1927    AuffLeitmeritz
25.-27.4.1930    AuffLeitmeritz
30.10.1932    AuffWien/Bearbeit.Burkhart
1933    HabelMännerchorfassungBöhm
März 1934    Bru.BlätterBespr.
1.4.1934    AuffStephanHabelRundfunk
30.5.1935    AuffFreiburg
12.11.1935    AuffKomotau/Rundfunk
2.2.1936    AuffRehmannAachen
4.12.1955    AuffLinz
3.2.1948     Nachlass FXM
25.4.-23.5.1964    Bru.FestLondonWestminster
1965    EinspielungJochumChorBR
1969     Bearbeit.BlasorchesterNY
31.7.1975    AuffGardinerPromsLondon
April 1979    Einspiel.ZanotelliStuttgart
20.3.1985    AuffParis
19.-21.4.1991    EInspiel.USA
27.6.1992    AuffMünchen60.Geb.Celibidache
27.-29.1.1994    EinspielungLondon
7.9.1994    AuffBestPromsLondon
13.9.1996    AuffPromsLondon
7.-10.10.1999    AuffBru.festWürzburg
30.10.1999    AuffSteyrStadtkapelle
Mai 2000    EinspielungNDRHamburg
18.-24.8.2013    AuffBru.tageFlorian

Diskographie (unvollständige Auswahl, Stand ca. 1996):
-  Einspielung mit der Rheinischen Singgemeinschaft unter Hubert Günther: Garnet G 40107 (800/.., LP-Exemplar im Besitz des Verfassers, 932b/232, 932e/122).
-  Einspielung mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum (Choreinstudierung: Wolfgang Schubert) [1965?1966?]: Deutsche Grammophon DG 2561 221, in Kassette 2720 054 (5 LPs) (800/.., 932b/232, 1015/1972,H9,664 "Neuheit", Inserat mit Abbildung H11,910, Besprechung von Klaus Blum H12,1095f), DG 136 552 (1015/1972,H11,948 "1967"), 423 127-2 (CD) (932e/122 und 166).
-  Philharmonia Vocalensemble Stuttgart unter Hans Zanotelli: Calig CAL 30 477 (932b/232, 253 und 932e/122).
-  Corydon Singers unter Matthew Best: Hyperion 66 062 TW (auch MC), CD 66 062 WP (932e/122).
-  Dresdner Kreuzchor unter Flämig: Delta 27 099 C (auch MC), Delta 10 081 (CD) (932e/122), Capriccio CD 10 081 (932e/166).
-  Kammerchor Zürich (mit Slokar-Posaunenquartett) unter Fuchs: Schwann/Koch 16 970 (932e/122).
-  Zürcher Bach-Kantorei unter Reichel: FSM Fono 53 2 29 (932e/122), bei 932f/333 "FSM/Fono CD 91 229".
-  Freiburger Vokalensemble unter Wolfgang Schäfer: Christophorus SCGLX 74 009, CD 74 501 (932e/122).
-  St John's College Choir Cambridge (mit Knabenstimmen) unter George Guest: Decca SAD 22 141 (Besprechung von Klaus Blum bei 1015/1974,H6,540).

Datierung des Werkes:
20.–28.04.1885
letzte Änderung: Mai 29, 2026, 7:07